Mit Leidenschaft für die Soziale Marktwirtschaft

Das Bekenntnis zur Sozialen Marktwirtschaft als Grundidee unserer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung ist für mich ein Kernwert der Union. Und eine ständige Herausforderung für die Politik.

Deutschland muss auch in Zukunft ein Industrieland mit einem humanen Gesicht bleiben. In den kommenden Jahren wird es darum gehen, wieder mehr Menschen für die grundlegenden Ideen der sozialen Marktwirtschaft zu begeistern.

Der Erhalt der sozialen Marktwirtschaft verlangt dabei ständige Anpassungen an die sich verändernden Gegebenheiten. Das gilt insbesondere in der globalisierten Welt von heute. Dazu gehört, dass wir unsere Sozialsysteme weiterentwickeln, damit sie nachhaltig ihre Aufgabe erfüllen können. Eine große Herausforderung besteht in der Anpassung an den demographischen Wandel. Gleichzeitig müssen wir erkennen, dass Transferzahlungen alleine – so wichtig und unverzichtbar sie auch sind – nicht ausreichen. Wir wollen Menschen aus Hartz IV herausholen, sie auf eigene Füße stellen und die Chance auf ein eigenverantwortlich gestaltetes Leben geben. Das christliche Menschenbild gebietet es, für eine durchlässige Gesellschaft zu sorgen, die jedem die Chance auf (Wieder-)Aufstieg bietet. In der politischen Praxis bedeutet dies in erster Linie eine Politik, die das Entstehen von Arbeitsplätzen begünstigt und durch verstärkte Anstrengungen im Bereich Bildung und Weiterbildung die Voraussetzungen für eine wirkliche Aufstiegsgesellschaft schafft.

Aus Überzeugung: Politik für Familien und Kinder

Die "klassische" Familie ist für mich ein Wert an sich und ein Stabilitätsanker unserer Gesellschaft. Das bedeutet aber nicht, dass ich weitere Formen familiären Zusammenlebens nicht akzeptiere. Nach meiner Auffassung müssen zuallererst die Kinder im Mittelpunkt auch des politischen Handelns und der staatlichen Förderinstrumente stehen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der quantitative und qualitative Ausbau der Kinderbetreuung entlang der tatsächlichen Bedürfnisse der Eltern und die Gewährleistung einer echten Wahlfreiheit sind Themenfelder bei denen noch große Herausforderungen bestehen.

Für eine leistungsfähige Infrastruktur

Unsere moderne Gesellschaft und unsere Wirtschaft brauchen leistungsfähige Verkehrswege. Hier hat Deutschland und hier hat auch unser Landkreis Nachholbedarf. In der kommenden Legislaturperiode muss der Bund seine Mittel für den Bau und Erhalt der Bundesstraßen deutlich erhöhen. Dafür gilt es zu kämpfen. Für unseren Landkreis wird es vor allem darum gehen, den Albaufstieg in Lichtenstein im neuen Bundesverkehrswegeplan in den vordringlichen Bedarf zu bekommen, die Realisierungschancen für die Dietwegtrasse in Reutlingen zu erhalten und eine Basis für die Umsetzung der Planungen für eine Regionalstadtbahn zu schaffen.

Generationengerecht: Für eine solide Haushaltspolitik

Nicht erst seit der Eurokrise, die im Kern eine Staatsschuldenkrise ist, wissen wir, dass übermäßige Schulden ins Abseits führen. Wir müssen aufhören, die Verteilungskonflikte der Gegenwart über Schulden auf Kosten der Zukunft zu befrieden. Die auf Druck der CDU im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse ist dazu ein erster Schritt. Sie wird die Politik zwingen, zu lernen, dass man mit den vorhandenen Einnahmen auskommen muss.

Die Energiewende als Chance begreifen

Deutschland hat die Energiewende beschlossen; unumkehrbar. Jetzt gilt es, den Energiemix der Zukunft zu gestalten. Energieeffizienz, Energiesparen, Ausbau der Erneuerbaren, Schaffung intelligenter Netze und dezentralerer Erzeugungsstrukturen bringen vielfältige Herausforderungen mit sich. Aber wer, wenn nicht wir Deutschen soll diese Aufgabe bewältigen können. Ich will dafür werben, dass wir die Energiewende auch als Chance verstehen, um intelligente Lösungen und innovative, marktfähige Produkte zu entwickeln. 

Miteinander in Stadt und Land

Der Landkreis Reutlingen ist durch ländliche und städtische Teilräume gleichermaßen geprägt. Hier ist das Motto "Miteinander statt Gegeneinander". Wer Politik für unseren Landkreis macht, muss Brücken bauen und den Ausgleich suchen. Das Ziel - für das die CDU immer gestanden ist - sind gleichwertige Chancen und Lebensverhältnisse in der Stadt wie auf dem Land.